Das eOrganum für die aktuelle Hauptwerk-Version 4.1.1

Hauptwerk bringt in der aktuellen Version 4.2.1 wieder einige Neuerungen gegenüber den Vorgängerausführungen. Wie auch dort gibt es eine Bedienoberfläche mit gesteigertem intuitiven Zugriff und intelligente Erkennung der MIDI-Hardware eines Spieltisches zum Einrichten beliebiger Hauptwerk-Systeme mit allen ihren Komponenten. Alles dies macht die Verbindung mit dem Rechner ebenso wie die Gesamtzusammenstellung eines kompletten Systems zu einer problemlosen und schnell durchzuführenden Angelegenheit, wie auch die Einrichtung von Orgeln mit Hilfe des Installationsassistenten mit wenigen Mausklicks zu bewerkstelligen ist.
Immerhin ist anzunehmen, dass viele potentielle Interessenten für eine virtuelle Orgel sich zwar gut beim Umgang mit einem realen Instrument auskennen, vor der Bedienung des im Computer gespeicherten Abbildes jedoch zurückschrecken, weil man dazu umfangreiche Kenntnisse voraussetzt. Hauptwerk macht den Zugang durch seine weitgehend einer realen Orgel angeglichenen und soweit wie möglich orgeltypisch ausgelegten Bedienelemente so leicht, wie man des nach mehreren Jahren der Entwicklung erwarten kann!
Das Programm war bereits mit einem systemeigenen Recorder/Player nicht nur für MIDI-Dateien, sondern auch für solche im wav-Format ausgestattet; auf diese Weise lassen sich Orgelstücke für einen bestimmten Sample-Satz mit allen Registrierungen und der Einrichtung von Spielhilfen speichern. So kann man das eigene Spiel kontrollieren, in Bezug auf alle Interpretationsdetails dokumentieren, aber auch MIDI-Dateien der gleichen virtuellen Orgel unter Hauptwerkbesitzern austauschen und sogar Mehrfachüberspielungen (Overdub) vornehmen. Der Recorder/Player der jetzigen Version verfügt über weitere Fähigkeiten, die besonders auf komfortables MIDI-Sequencing (also auch nachträgliches Editieren von Eigenaufnahmen!) durch das Einbinden von externen Programmen ausgerichtet sind. Das MIDI-Format ist unabhängig von irgendwelchen MIDI-Einstellungen oder Hardware und kann deshalb systemübergreifend weiter verwendet/verarbeitet werden.
Audio und MIDI lassen sich per AU/VSt-Link zwischen Hauptwerk und Sequenzern auf den Betriebssystem-Plattformen Mac und Windows hin- und herrouten, das Ganze läuft kompatibel mit AU/VST-Hosts ab, wobei Hauptwerk stets eine eigenständige (stand alone) Anwendung bleibt. In der Spielpraxis ausgesprochen nützlich ist die übergeordnete, programmeigene und von der orgeltechnischen Ausstattung der Sample-Sätze völlig unabhängige Master-Ebene. Sie stellt dem Nutzer programmierbare, per Fortschalteinrichtung (Stepper) zügig abzurufende Spielhilfen beliebiger Komplexität bereit, mit denen sich die eigene Interpretation überzeugend gestalten lässt und deren Zusammenstellung für jedes Werk sowie für jede Orgel separat zu speichern ist.
Wer eine digitale Orgel besitzt und diese gern als Spieltisch oder für die Tonwiedergabe in Verbindung mit Hauptwerk einsetzen möchte, erhält nun in der Version 4.2.1. viele konkrete Hinweise für die Anpassung seines Instruments an vorhandene Industrieausführungen. Häufig ist sogar Zweiweg-Steuerung von Registern von Hauptwerk zum Industrieinstrument und umgekehrt zu realisieren.
Selbstverständlich ist auch das die englische Dokumentation begleitende eOrganum auf dem aktuellen Stand; es liegt jetzt für die aktuelle Hauptwerk-Fassung in kompletter Form vor. Als elektronisches Handbuch auf CD-ROM hat es sich in Verbindung mit der revolutionären Hauptwerk-Software dank seines praxisnahen Inhaltes seit der Einführung des Programms inzwischen einen festen Platz bei allen jenen Benutzern erobert, die den User Guide und andere englische Originalunterlagen gern inhaltsgetreu aufbereitet auf Deutsch zu Rate ziehen möchten. Selbst Hauptwerk-Freunde außerhalb des deutschen Sprachraumes greifen mit Vorliebe darauf zurück. Der Umfang der geschützten pdf-Datei beträgt 286 Seiten.
Wer sich mit Hauptwerk gern befassen möchte, erhält hier eine gründliche Einführung in die Welt der virtuellen Orgeln und anderer Instrumente mit den zusätzlichen Abschnitten Lizenzierung und Prerequisites (Vorbedingungen für den Betrieb) von Milan Digital Audio/Crumhorn Labs. Viele neue Begriffe und Funktionen kommen auf den Nutzer zu, mit denen man - möchte man ihr erstaunliches Potential wirklich ausschöpfen - sich vertraut machen sollte. Hier hilft das eOrganum mit seiner kommentierten deutschen Übersetzung, sich dieses neue Wissen Schritt für Schritt zu erarbeiten. Dazu gibt es viele Tips aus der Praxis, Empfehlungen für Rechner, Audio- und MIDI-Interfaces sowie informative Anhänge und Kommentare. Das pdf-Format bietet im Gegensatz zum Printmedium komfortable Interaktivität auch für das Inhaltsverzeichnis, das hierdurch schnelles Navigieren zu gesuchten Themen ermöglicht.
Wer des Englischen nicht so mächtig ist, dass er die Originalunterlagen mühelos durcharbeiten kann, erhält hier mehr als einen Ersatz, dies jedoch ohne je den nötigen Bezug zur englischen Bedienoberfläche des Programms zu verlieren! Aber auch andere, zukünftige Hauptwerknutzer dürften im eOrganum eine Fülle wertvoller Tips finden, die in vielen Details über das im User Guide Enthaltene hinausgehen.
Dieses zum aktuellen Hauptwerk gehörige eOrganum soll erfahrenen Nutzern von früheren HW-Versionen den Umstieg leichter machen, eignet sich aber keinesfalls nur dafür. Auch Hauptwerk-Neulinge werden auf transparente Weise an das Programm herangeführt, um schnell zum Erfolgserlebnis zu kommen, eine virtuelle Pfeifenorgel in den eigenen Wänden spielen zu können.
Das eOrganum 4.2.1 auf CD-ROM wird ausschließlich über PC & Musik, Uwe Horche, Sakralorgelwelt, Peter Voitz, und Orgelhaus im Stiftland, Daniela Schmaus,vertrieben.
Es gibt eine kostenfreie Lösung, falls man vor dem Kauf der Vollversion von Hauptwerk gern eine Übersicht der umfangreichen (und aufregenden) Möglichkeiten hätte und sich mit aktivem Spiel mit dem Programm beschäftigen möchte: Die Free Edition hat inzwischen uneingeschränkte Lauffähigkeit und muss nicht mehr neu aktiviert werden. Man kann sie sich von der Web Site http://www.hauptwerk.com/download von Milan Digital Audio oder bei den genannten Firmen besorgen. Sie enthält einige Einschränkungen u. a. bei der verfügbaren Polyphonie, der Größe der ladbaren Orgel und der digitalen Auflösung der Samples, ist aber sonst voll gebrauchstauglich.

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